Auf Heurigen Tour!

In den letzten Wochen bin ich mit einigen Freunden jeden Sonntag zu einem Heurigen gefahren. Das gemütliche Zusammensitzen, das wunderbare Essen und die Gaudi, genau das macht einen richtigen Heurigen aus. Und wenn die Stimmung wiedermal richtig gepasst hat, geht man mit einem friedlich Lächeln nach Hause.

 

Ich lebe im Schneebergland und es sprießt hier nur so von Wein- und Obstgärten. Wir haben hier viele Heurigen in unserer Umgebung und jede Familie bemüht sich mit viel Liebe und Aufwand den Gästen eine gemütlich Atmosphäre zu bereiten. Aus diesem Grund findet man oft Köstlichkeiten, die es nicht bei jeder Familie gibt. Wie das Schnitt-Stamperl der Familie Kastner in Netting, der Saumaise von der Familie Flechl in Bad Fischau – Brunn, dem selbst hergestellten Kräuterfrischkäse der Familie Philipp in Weikersdorf, die selbstproduzierten Säfte wie dem Alpenkracher der Familie Mohr-Sederl oder auch die Wildspezialitäten der Familie Haselbacher in Willendorf.

Der “Ausgsteckt is” Buschen ist ein Markenzeichen für einen geöffneten Heurigen, da diese nur 2-3 Wochen “ausgsteckt” haben. Ganz egal ob Buschenschank, Mostheuriger, Stelzenheuriger oder Weinheuriger, sie sind alle sehr beliebt und der Buschen ist bei jedem zu sehen.

Wer keine Heurigenkalender besitzt, hat hier die Möglichkeit, die Kalender online aufzurufen:

Heurigenbetriebe der Region an der Schneebergbahn

Ausg’steckt is!

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Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose

Wir haben Mitte März und der Frühling sprießt aus allen Ecken!! Nun werden wieder Kräuter angebaut. Aber nicht nur die Hauskräuter, sondern auch wilde Kräuter kommen jetzt wieder aus den Waldböden. Der Bärlauch gehört zum Beispiel zu diesen Pflanzen.

Der Bärlauch hat ein Intensives Aroma. Es erinnert an Knoblauch und einen Hauch Spinat. Daher wird er auch sehr gerne in der Küche genutzt. Ob Bärlauchsuppe, Bärlauchterrine oder auch Bärlauchrisotto, all diese sind beliebte Speisen in der heutigen Gastronomie.

Trotzdem wird der Bärlauch von vielen Menschen gemieden, da er oft mit dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlose verwechselt wird, welche aber erst ende April anfang Mai zu wachsen beginnen. Ich habe dazu einige Tipps für euch, die es euch leichter machen den Bärlauch mit dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlose unterscheiden:

  1. der Knoblauchartige Geruch und Geschmack des Bärlauchs
  2. Bärlauch beginnt bereits Mitte März zu wachsen
  3. die Blätter des Bärlauchs wachsen einzeln aus dem Boden, die Blätter des Maiglöckchens und der Herbstzeitlose wachsen in Bündel. Zur Anmerkung, die Herbstzeitlose ist noch giftiger als das Maiglöckchen.
  4. die Blüten des Bärlauchs sind weiß und sternförmig, die Blüten der Maiglöckchen sind, wie der Name schon sagt, Glöckchen und die Blüten der Herbstzeitlose sind Krokos ähnlich, lila-violett.

Aber trotzdem, bitte keine scheu vor dem Bärlauch!!

Gemüsrisotto mit Bärlauch:

für 2.Portionen

1 halbe Zwiebel, 1 große Kaffeetasse mit Rundkornreis, 2 Tomaten, 1 halber Paprika,       1 Handvoll Bärlauch, 0,5 Liter Gemüsefond, etwas Parmesan, Öl, Butter, Salz, Pfeffer, Weißwein

Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und mit etwas Öl anschwitzen. Reis hinzugeben, mit Weißwein ablöschen und Gemüsefond aufgießen, unter ständigem Rühren einkochen und immer mit etwas Fond nachgießen bis der Reis fast fertig (bissfest) ist. Tomaten blanchieren, Haut abziehen, Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Sowie auch den Paprika in Würfelschneiden, den Bärlauch in Julienne (in Streifen). Tomatenwürfel oder auch Tomate Concasse genannt, Paprikawürfel und Bärlauchstreifen zum Reis dazugeben. Den Käse fein reiben und auch in den Reis rühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Butter abschmecken. Fertig!

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Spanischer Flair

Habt ihr schon mal in die Spanische Küche geguckt? Auf jedenfall ist auch die Spanische Küche sehr beliebt. Von Gerichten wie Tapas, Burritos, Tacos, Paella, Gazpacho und typischen Spezialitäten wie Chorizo und Serrano Schinken wird in Spanien nur geschwärmt.

Zurzeit arbeite ich in einem spanischen Restaurant namens Casita. Es befindet sich in der Steiermark und ist nur 5 Minuten von der Leobener Innenstadt entfernt. Um euch etwas in die Spanische Welt eintauchen zu lassen, habe ich wieder einige Fotos für euch.

Genießt es!!

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Frische Grammeln

Wer auf einem Bauernhof aufwächst oder aufgewachsen ist, kennt die Hausschlachtungen. Wir haben diesmal 2 Schweine geschlachtet.

Ich habe mir dieses Mal die Frage gestellt, was passiert eigentlich mit dem ganzen Speck? Jeder der sich etwas auskennt weiß, dass für die Grammeln der grüne Speck verwendet wird. Das heißt kein Fleisch nur reines Fett. Beim normalen Speck wird Fleisch mit Speckschwarte, zuerst eingesalzen, 3-4 Tage stehen gelassen und dann kommt eine “Sur” darauf, und diese bleibt dann für ungefähr 2-3 Wochen stehen und dann wird “geselcht”. Der fertige Speck wird verkauft oder selbst verspeist!

Der grüne Speck kann auch so verarbeitet werden, wird aber dann als “Lardo” bezeichnet. Wir haben den grünen Speck aber anders verwendet, nämlich für die Grammeln. Es darf sich kein Fleisch am Speck befinden und falls doch dann unbedingt entfernen. Wenn das Fleisch nicht entfernt und mitfaschiert wird, dann kann es im Fett verbrennen und wird ungenießbar, was wiederum die Qualität der Grammeln verschlechtert!

Soviel zu dem!

So, zum Start muss der Speck durch den Fleischwolf faschiert werden. Wie gesagt, ohne Fleisch! Der faschierte Speck mit etwas Wasser in einem Topf auf den Herd stellen und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Durch das Rühren verhindern wir das anbrennen. Nach etwa einer halben Stunde wird Milch und Schmer hinzugegeben. Die Milch bewirkt, dass die Grammeln eine schöne braune Farbe bekommen. Die Schmer ist ein etwas leichteres Fett, das schneller gar ist, deswegen wird es später hinzugegeben (wird auch extra faschiert). Man kann es in den Bildern sehen. Und nach etwa 2,5 Stunden sollten die Grammeln fertig sein. Vom Herd nehmen, Fett abschöpfen und die Grammeln durch eine Grammel- oder auch Erdäpfelpresse pressen.

In den folgenden Fotos seht ihr, wie sich die Speckwürfel, langsam aber doch, in die Grammeln verwandeln.

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Das Video zeigt euch einen kurzen Vorgang, mit dem Auspressen der Grammeln.

Schnecken! & Delikatesse?…..

Wer kennt sie nicht, die Weinbergschnecke?!

Die kleinen schleimigen Kreaturen mit ihrem Gehäuse, findet man in jedem Garten. Schnecken sind in Frankreich sehr beliebt, aber auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich, werden sie verspeist. Und in mediterranen Ländern wie Italien und Griechenland darf diese Delikatesse natürlich auch nicht fehlen!

Die Weinbergschnecke steht unter Naturschutz, aus diesem Grund werden die Schnecken in Schneckenfarmen gezüchtet. In Baden-Württemberg gab es eine Weinbergschneckenverordnung!!!, diese Regelte das Sammeln von Weinbergschnecken.

Meine ersten Schnecken, hab ich in meiner Lehre zubereitet. Wir bekamen die Schnecken fertig im Glas, also ohne Gehäuse. Wir kauften diese in Bad Erlach in der Weinbergschnecken-Zucht Schneckenland.

Das folgende Gericht, habe ich in Wiener Neustadt, bei meinem ehemaligen Lehrbetrieb  ”Gastwirtschaft Brod” zubereitet. Und die Gäste haben es auch bestellt. Es war ein gutes Gericht. Simple & Schön!

Gratinierte Schnecken im Kalbsknochen

Als ich vor etwa einem Monat in Lyon auf Urlaub war, habe ich mir auch Schnecken in einem Restaurant servieren lassen. Köstlich!

Schneckenpfanne

In den meisten Restaurants werden die Schnecken in sogenannten Schneckenpfannen serviert. Ein dutzend Schnecken befindet sich dann auf dem Teller, natürlich im Gehäuse. Die Schnecken und die Gehäuse können seperat und fertig gepuzt gekauft werden. Beim Zubereiten werden die Schnecken mit fein geschnittenen Schalotten in der Pfanne angeschwitzt. Danach werden die Schnecken in das Gehäuse gegeben und mit Schneckenbutter verschlossen. Schneckenbutter besteht grundsätzlich aus einer Kräuterbutter mit Knoblauch. Zu guter letzt, kommen die Schnecken noch einige Sekunden unter den Salamander (Salamander ist ein Gratiniergerät) damit die Butter schmilzt, und dann kann das Gericht serviert werden.

Vorsicht! Bei zu starker Hitze oder langen braten, sowie dünsten, werden die Schnecken zäh und somit ungenießbar. 

Falls ihr mal die Gelegenheit habt und in einem Restaurant seit, das Schnecken anbietet, überzeugt euch selbst davon und probiert das Gericht!